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Rot-Weiß-Rot Karte aus unserer Perspektive

Warum haben wir die Rot-Weiß-Rot Card in Österreich eingeführt?
Welches Ziel haben wir mit dieser Card verfolgt?
Wir wollten jenen Ausländern, die in Österreich einen Studienabschluss gemacht haben, den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern.

Wollten wir das aus reiner Nächstenliebe?
Nein, absolut nicht. Österreich braucht für eine gesicherte wirtschaftliche Zukunft sehr gut ausgebildete junge Menschen. Das wird von vielen verschiedenen Seiten in der Politik und in allen möglichen Medien, von Wirtschaftsexperten, immer wieder bestätigt. Über die Rot-Weiß-Rot-Card sind jedoch, laut Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle, bisher nur 188 Bewilligungen ausgestellt worden. Als großen Erfolg können wir das als „Perspektive“ nicht gerade erkennen. Der Hauptgrund für diesen Misserfolg ist, aus unserer Sicht, die Tatsache, dass die Rot-Weiß-Rot Card nur für jene Personen gilt, die einen Master- bzw. Diplomabschluss haben. Derzeit erhalten diese ausländischen Absolventen die Rot-Weiß-Rot-Card nur dann, wenn sie einen Job auf akademischem Niveau haben und mehr als 1.903 Euro verdienen. Das Bachelorstudium, welches in Europa als Abschluss der ersten akademischen Stufe angesehen wird, ist von dieser Regelung ausgenommen.

Die „Perspektive“ sieht gerade in dieser Zielgruppe der Studierenden noch ein großes Potenzial an jungen sehr gut ausgebildeten Menschen, die , noch hungrig nach Leistung und persönlicher Entwicklung, nach ihrem Abschluss für die österreichische Wirtschaft sehr viel Positives beitragen wollen und können. Wir müssen langfristig an unsere Volkswirtschaft denken und dürfen dieses Potential und diese große Chance nicht verpassen. Die Zeit für politische Sandkastenspiele haben wir in Zeiten des internationalen Wettbewerbes absolut nicht mehr.

Aus diesem Grund unterstützen wir die Argumentation von Staatssekretär Kurz:
“Wir bilden junge Menschen mit Steuergeld aus, aber arbeiten und Steuern zahlen tun sie dann woanders. Das ist nicht ok”.

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